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Viele Europäer sind weiterhin Luftschadstoffen ausgesetzt

Nahezu ein Drittel aller europäischen Großstädter sind übermäßigen Konzentrationen von Feinstaub (PM) ausgesetzt. Feinstaub zählt zu den Schadstoffen, die für die menschliche Gesundheit am gefährlichsten sind, da er in empfindliche Teile der Atemwege eindringt. Der EU ist es in den letzten Jahrzehnten zwar gelungen, versauernd wirkende Luftschadstoffe zu verringern; doch gibt es, wie ein von der Europäischen Umweltagentur (EUA) heute veröffentlichter Bericht zeigt, in vielen Teilen Europas weiterhin Probleme aufgrund der Konzentrationen von PM und bodennahem Ozon im Freien.

In vielen Ländern liegt die Konzentration der Luftschadstoffe immer noch über den gesetzlich vorgeschriebenen und empfohlenen Grenzwerten, mit denen die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger Europas geschützt werden soll. So wird die Lebenserwartung in den am stärksten verschmutzten Städten und Gebieten durch Luftschadstoffe um rund zwei Jahre verringert (Jacqueline McGlade, Exekutivdirektorin der EUA).

EU-Umweltkommissar Janez Potočnik erklärte hierzu: „Dieser Bericht mahnt zur rechten Zeit daran, welche Bedeutung die Luftqualität für die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger hat. Ich möchte daher 2013 zum „Jahr der Luft“ machen und werde mich darauf konzentrieren, unsere Luftreinhaltungsvorschriften zu verschärfen, um den heute festgestellten Problemen zu begegnen.“ Weiter lesen

Industrielle Luftverschmutzung kostete Europa im Jahr 2009 bis zu 169 Mrd. EUR

Die Luftverschmutzung aus den 10.000 größten verschmutzenden Betrieben in Europa kostete die Bürger im Jahr 2009 zwischen 102 und 169 Mrd. EUR. Dies ist ein Ergebnis eines neuen Berichts der Europäischen Umweltagentur (EUA), der die Kosten der schädlichen Auswirkungen der Luftverschmutzung auf Gesundheit und Umwelt unter die Lupe nimmt. Gerade mal 191 Betriebe sind für die Hälfte des Gesamtschadens (zwischen 51 und 85 Mrd. EUR) verantwortlich.

Der Bericht „Revealing the costs of air pollution from industrial facilities in Europe“ (Kosten der Luftverschmutzung aus Industriebetrieben in Europa) enthält eine Liste der Betriebe, die den größten Schaden verursachen.

„Unsere Analyse hat ergeben, dass Kraftwerke und andere große Industrieanlagen die Hauptverursacher der Kosten sind“, erklärt Prof. Jacqueline McGlade, Exekutivdirektorin der EUA.

„Die geschätzten Kosten werden anhand der von den Betrieben gemeldeten Emissionswerte berechnet. Wir haben bereits bestehende Hilfsmittel genutzt, auf die sich politische Entscheidungsträger zur Abschätzung der schädlichen Folgen für Gesundheit und Umwelt stützen, um einen Teil der versteckten Kosten der Luftverschmutzung aufzudecken. Wir können es uns nicht leisten, diese Probleme zu ignorieren“, so Prof. McGlade weiter.

Zu den in der Analyse erfassten Industriebetrieben zählen Großkraftwerke, Raffinerien, Verbrennungs- und Industrieprozesse im Fertigungsbereich, Abfallentsorgung und bestimmte landwirtschaftliche Betriebe. Emissionen aus Kraftwerken verursachten den höchsten Anteil der Schadenskosten (geschätzte 66 bis 112 Mrd. EUR). Zudem trugen Produktionsverfahren (23 bis 28 Mrd. EUR) und Verbrennungsverfahren in der Fertigungsindustrie (8 bis 21 Mrd. EUR) erheblich zu den Gesamtschadenskosten bei. Die Sektoren Transport und Haushalte sowie die meisten landwirtschaftlichen Betriebe wurden in der EUA-Analyse nicht berücksichtigt – mit diesen wären die durch die Verschmutzung verursachten Kosten sogar noch höher. Weiter lesen



Neue Karten zeigen Europäern Luftverschmutzung aus diffusen Quellen im Detail

Das europaweite Register soll die Europäer dabei unterstützen, sich aktiv an Umweltentscheidungen zu beteiligen. Neue Karten, die heute von der Europäischen Kommission und der Europäischen Umweltagentur in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinsamen Forschungsstelle, dem internen wissenschaftlichen Dienst der Kommission, im Internet veröffentlicht wurden, machen es den Bürgern erstmals möglich, die hauptsächlichen diffusen Quellen von Luftverschmutzung wie den Land- und Luftverkehr genau zu erkennen. Der neue Satz von 32 Karten zeigt, wo bestimmte Schadstoffe wie Stickoxide und Feinstaub freigesetzt werden. Er ergänzt bestehende Datensätze zu Emissionen aus einzelnen Industrieanlagen im Europäischen Register zur Erfassung der Freisetzung und Übertragung von Schadstoffen (E-PRTR).

EU-Umweltkommissar Janez Potočnik erklärte: „Wissen ist ein entscheidender Faktor, um unser Handeln glaubwürdig zu machen. Außerdem können wir unseren Bürgern so wichtige Informationen geben. Diese Karten sind Ausdruck eines wahrhaftigen Engagements für die Aufklärung aller Menschen über die Quellen der Luftverschmutzung.“

Frau Professor Jacqueline McGlade, Exekutivdirektorin der Europäischen Umweltagentur, fügte hinzu: „Die Luftverschmutzung stellt eine ernste Gefahr für die Gesundheit dar, insbesondere für Gruppen mit erhöhtem Risiko wie Kinder und Menschen mit Atemwegserkrankungen. Die Bürger werden durch die in den Karten enthaltenen Informationen über die Luftverschmutzung aus Verkehr, privaten Haushalten und anderen Quellen in ihrer Umgebung in die Lage versetzt zu handeln und die Behörden zu Verbesserungen anzuhalten.“

Das E-PRTRen, das im Jahr 2009 ins Leben gerufen wurde, um den Zugang zu Umweltinformationen zu verbessern, enthält bereits Daten zu einzelnen Industrieanlagen (Punktquellen) und seit heute auch Informationen über Emissionen aus dem Straßenverkehr, der Schifffahrt, dem Luftverkehr, der Beheizung von Gebäuden, der Landwirtschaft und aus Kleinunternehmen (diffuse Quellen).

Diffuse Verschmutzungsquellen sind weit verbreitet und/oder in stark besiedelten Gebieten konzentriert. Eine große Anzahl von vielen kleinen Emissionen aus Häusern und Fahrzeugen ergeben zusammen eine große, diffuse Verschmutzungsquelle, insbesondere in Städten.

Durch die neue, umfassende Sammlung von 32 Karten können die Europäer auf einer Skala von 5 km x 5 km sehen, wo Schadstoffe freigesetzt werden. Sie umfasst auch Einzelheiten zu Stickoxiden (NOX), Schwefeloxiden (SOX), Kohlenmonoxid (CO), Ammoniak (NH3) und Feinstaub (PM10). Weiter lesen



Europäischer Verkehrssektor kann gesetzte Ziele nur mit ehrgeizigen Maßnahmen erreichen

Die Emissionen vieler verkehrsbedingter Schadstoffe gingen 2009 zurück. Allerdings dürfte diese Verringerung gemäß dem jüngsten Jahresbericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) über verkehrsbedingte Emissionen lediglich eine vorübergehende Auswirkung des Wirtschaftsabschwungs sein. Im Rahmen des Mechanismus für die Berichterstattung über Verkehr und Umwelt (Transport and Environment Reporting Mechanism - TERM) der EUA werden die Auswirkungen des Verkehrs auf die Umwelt untersucht. Zum ersten Mal berücksichtigt der Bericht umfassende quantitative Zielen, die von der Europäischen Kommission in ihrem Fahrplan für den Verkehrssektor vorgeschlagen wurden.

„Die Emissionen nahezu aller verkehrsbedingten Schadstoffe sind in Folge der verringerten Nachfrage gesunken“, erklärt Professor Jacqueline McGlade, Exekutivdirektorin der EUA. „Dieser Rückgang ist jedoch auf die Rezession zurückzuführen. Daher müssen wir eine grundlegende Umgestaltung des europäischen Verkehrssystems anstreben, um die Emissionen auch in Zeiten eines starken Wirtschaftswachstums nicht zu erhöhen.“

Der Verkehrs- und Umweltbericht der EUA zeigt auf, dass bereits einige Effizienzsteigerungen erzielt wurden. So waren beispielsweise  neu zugelassene Kraftfahrzeuge im Jahr 2010 um etwa ein Fünftel effizienter als im Jahr 2000.en Diese relativ bescheidenen Fortschritte werden jedoch häufig durch einen Anstieg der Nachfrage wettgemacht, auch wenn die Rezession die Aktivität in einigen Bereichen gebremst hat.  Zwischen 1990 und 2009 stieg der Verkehrsbedarf etwa um ein Drittel, wobei die verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen um ca. 27 % zunahmen.

Die von der  Kommission in ihrem Fahrplan vorgeschlagenen neuen Ziele sollen einen Rahmen für die Gestaltung von Maßnahmen auf europäischer, nationaler und lokaler Ebene schaffen, um die vom Verkehr verursachten Umweltprobleme in den Griff zu bekommen. Der Bericht zeigt, dass die politischen Entscheidungsträger verschiedene Möglichkeiten haben, um kohärente Lösungen für diese Probleme zu finden, indem sie beispielsweise die Fragen von Luftqualität und Klimawandel gemeinsam in Angriff nehmen.

Erstmals hat die EUA Ausgangswerte festgelegt, anhand deren die Fortschritte bei der Verwirklichung der Umweltziele im Verkehrssektor beurteilt werden können.  Dazu gehören Ziele für Treibhausgasemissionen, Energieverbrauch und Lärm. Es wurden 12 Hauptindikatoren für breit gefächerte Politikbereiche entwickelt. Weiter lesen



Wasser und menschliche Aktivitäten gemeinsam managen

Flusseinzugsgebiete, Seen, Auen und Moore überschreiten oft politische und administrative Grenzen. Daraus entstehen Herausforderungen für die Bewirtschaftung der europäischen Wasserressourcen. In einem Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) wird daher eine bessere Integration von koordinierter Raumplanung und Wasserwirtschaft empfohlen.

Der Bericht "Territoriale Kohäsion und Wasserwirtschaft in Europa: Die räumliche Perspektive" befasst sich mit der grundlegenden Tatsache, dass Flussgebiete und die verschiedenen verwalteten Regionen oft unterschiedliche Grenzen haben, was zu einem Ungleichgewicht zwischen Raumplanung und Wasserwirtschaft führt. Das Herzstück der EU-Wasser-Gesetzgebung, die Wasser-Rahmenrichtlinie, die durch die so genannten „River Basin Management Plans“ (Flusseinzugs-Bewirtschaftungspläne) umgesetzt wird, berücksichtigt dieses Element. Trotzdem sollte Wasser Bewirtschaftung noch stärker in die Raumplanung integriert werden, fordert der Bericht. Dies würde der Planung einen strategischen Fokus verleihen und Entscheidungen, die Wasserressourcen beeinträchtigen deutlich hervorheben.  Weiter lesen



Sauberes Wasser in den meisten Feriengebieten in der EU

Gute Nachrichten, falls Sie in diesem Sommer einen Strandurlaub in Europa planen. 92,1 % der Badegewässer in der Europäischen Union erfüllen inzwischen die in der Badegewässerrichtlinie festgelegten Mindeststandards für Wasserqualität. Hierzu gehört auch der Serpentine Lake in London, in dem mehrere olympische Wettbewerbe ausgetragen werden, unter anderem das Freiwasser-Langstreckenschwimmen und das Schwimmen im Rahmen der Triathlonwettkämpfe.

Die Ergebnisse sind dem jüngsten Jahresbericht der Europäischen Umweltagentur und der Europäischen Kommission über die Qualität der Badegewässer entnom­men, in dem die letztjährige Wasserqualität von mehr als 22 000 Badegebieten an Stränden, Flüssen und Seen in ganz Europa beschrieben ist.

Umweltkommissar Janez Potočnik erklärte: „Ich freue mich, dass die Qualität der europäischen Badegewässer insgesamt kontinuierlich hoch ist und sich seit dem letzten Jahr weiter verbessert hat. Eine große Mehrheit der Europäer interessiert sich für Wasserqualität und wünscht mehr Informationen zu diesem Thema. Deshalb müssen wir uns weiterhin dafür einsetzen, dass unsere Gewässer für jede legitime Nutzung – vom Baden bis zum Trinken – geeignet sind und dass sich das gesamte Ökosystem der Gewässer in einem guten Zustand befindet.“

Frau Professor Jacqueline McGlade, Exekutivdirektorin der Europäischen Umwelt­agentur, fügte hinzu: „Für die europäischen Bürger ist die Wasserqualität an Stränden und anderen Badestellen eine der wichtigsten Umweltfragen. Aber in einigen Ländern gibt es immer noch Probleme mit Umweltverschmutzung aus Landwirtschaft und Abwässern, so dass es größerer Anstrengungen bedarf, um sicheres und sauberes Wasser für die Menschen bereitzustellen.“

Aus dem Bericht geht hervor, dass 77,1 % der Badegebiete eine exzellente Wasserqualität aufweisen, d. h. die strengsten Leitwerte einhalten; dies bedeutet eine Verbesserung um 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 93,1 % der Badegewässer an den Küsten wurden als „ausreichend“ eingestuft, d. h. sie liegen innerhalb der weniger strengen zwingenden Werte; das ist ein Anstieg um 1 %. Weniger als 2 % der Badegewässer erfüllten die Anforderungen nicht. Weiter lesen



Europa muss Wasser effizienter nutzen

Aus einem aktuellen Bericht der Europäischen Umweltagentur geht hervor, dass Europa seine Anstrengungen zur effizienteren Verwendung von Wasser verdoppeln muss, sonst könnte es negative Konsequenzen für die Wirtschaft haben. Der verschwenderische Umgang mit Wasser hat weitreichende Auswirkungen auf Ressourcen, die sowohl die Ökosysteme als auch der Mensch benötigen – beides wichtige Faktoren für die Produktivität und Sicherheit in Europa.

In ihrem Bericht „Maßnahmen zur effizienten Nutzung der Wasserressourcen in Europaen“ befürwortet die Europäische Umweltagentur (EUA) eine integrierte Wasserwirtschaft, wobei in erster Linie die bestehenden Rechtsvorschriften besser angewendet werden sollen.

„Die Wasserressourcen sind in vielen Teilen Europas knapp und die Situation verschärft sich weiter,“ so die Exekutivdirektorin der EUA Jacqueline McGlade.

„Landwirtschaft, Energieerzeugung, Industrie, die öffentliche Wasserversorgung und Ökosysteme sind alle von großer Bedeutung, und sie konkurrieren miteinander um die knappe Ressource Wasser. Zusätzlich macht der Klimawandel die zukünftige Wasserversorgung weniger vorhersehbar. Es ist daher enorm wichtig, dass wir in Europa zum Nutzen aller Beteiligten sparsamer mit unserem Wasser umgehen. Wasser sollte genau so wirksam eingesetzt werden wie andere natürliche Ressourcen, die den Ländern gehören.“ Weiter lesen



Europaweite Auswertung: „Was wissen wir über Wasser und grüne Wirtschaft?“

Die Minister auf der siebten Ministerkonferenz „Umwelt für Europa“ in Astana, Kasachstan. Drei Tage lang werden dort wasserspezifische Probleme und die umweltfreundliche Umgestaltung der Wirtschaft erörtert. Zur Unterstützung der Konferenz stellt die Europäische Umweltagentur (EUA) eine innovative Auswertung von Lageberichten (Assessment of Assessments report) bereit. Die Auswertung gibt insbesondere Anregungen, wie Umweltinformationen und Politikgestaltung besser aufeinander ausgerichtet werden können.



Auf der Ministerkonferenz treffen sich Delegierte aus 53 Ländern aus ganz Europa sowie den Vereinigten Staaten, Kanada und Israel. Die Konferenz konzentriert sich auf die Herausforderungen beim Wasserschutz und den damit zusammenhängenden Ökosystemen sowie auf mögliche Wege in eine grüne Wirtschaft. Sie wird von der UN-Wirtschaftskommission für Europa (UN-ECE) in Zusammenarbeit mit der Regierung von Kasachstan organisiert.

Zur Unterstützung der Konferenz wurde die EUA  gebeten, einen Bericht mit dem Titel „Europas Umwelt – eine Auswertung von Lageberichten“en zu erstellen. Dieser Bericht ist eine umfassende Übersicht der verfügbaren Quellen europäischer Umweltinformationen, die im direkten Bezug zum Schwerpunkt der Konferenz stehen. Bei der Erstellung haben Sachverständige über 1000 Berichte gesichtet und mehr als die Hälfte davon im Detail geprüft. Dieser Bericht, der mit der Unterstützung des Lenkungsausschusses für Umweltprüfungen der UN-ECE erstellt wurde, wird ergänzt durch eine Reihe regionaler Berichte, die sich auf bestimmte Unterregionen in ganz Europa konzentrieren. Weiter lesen


Europas Energiepolitik muss umweltverträglich gestaltet werden

Europa benötigt einen umfassenden energiepolitischen Rahmen um Energievorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit mit Umweltbelangen übereinzubringen. Dies ist das Fazit eines aktuellen Berichts, der heute von der Europäischen Umweltagentur (EUA) in Kopenhagen herausgegeben wurde.

Der Bericht mit dem Titel „Energy and environment in the European Union: Tracking progress towards integration“ [Energie und Umwelt in der Europäischen Union: Fortschritte in Richtung Integration] betont, dass Europas künftige Energieversorgung auf einem breiten Technologiemix aufbauen sollte. Auch der Reduzierung des Energieverbrauchs kommt eine wichtige Bedeutung zu, nicht nur für den Umweltschutz, sondern auch für die Sicherung der Energieversorgung.

„Gerade im derzeitigen Kontext steigender öl- und Gaspreise und zunehmender Bedenken hinsichtlich der Energieversorgungssicherheit muss betont werden, dass ökologische Nachhaltigkeit genau so hoch zu bewerten ist wie die Sicherung der Energieversorgung“, sagte Professor Jacqueline McGlade, die Exekutivdirektorin der EUA.

Der Bericht, der Trends im Energiesektor in Europa für den Zeitraum zwischen 1990 und 2003 analysiert, wurde heute zeitgleich mit der Sitzung des EU-Umweltrats in Luxemburg veröffentlicht. Der Bericht baut auf einer Reihe von Indikatoren auf die Fortschritte bei der Integration von Umweltschutzbelangen innerhalb des Energiesektors, wie im Cardiff-Prozess gefordert, messbar machen.

Aus dem Bericht geht hervor, dass sich die Umweltbelastungen durch die Energieerzeugung im Zeitraum zwischen 1990 und 2003 verringert haben. So wurde seit 1990 die von Energieerzeugung und -verbrauch ausgehende Luftverschmutzung deutlich verringert; allerdings sind weitere Reduktionen erforderlich, um langfristige Zielsetzungen in Bezug auf die Luftqualität zu erreichen. Durch die Stromerzeugung bedingte Umweltbelastungen konnten durch eine gesteigerte Nutzung von Gas anstelle von Kohle und durch die Einführung von Abgasbehandlungsmaßnahmen reduziert werden. Seit 1999/2000 haben sich diese positive Tendenzen allerdings verlangsamt und in einigen Ländern sogar ins Gegenteil verkehrt. Insbesondere die Emissionen von energiebedingten Treibhausgasen haben in den letzten Jahren zugenommen.

Ein zunehmender Energieverbrauch wirkt technologischen Fortschritten, wie etwa effizienteren Kraftwerken und weiteren Maßnahmen zur Schadstoffreduzierung (z. B. Katalysatoren bei Kraftfahrzeugen und Rauchgasentschwefelung in Kraftwerken) sowie dem steigenden Anteil erneuerbarer Energien (Bioenergie, Wind- und Solarenergie, Wasserkraft, Erdwärme) entgegen. Die Zunahme des Energieverbrauchs ist Resultat eines steigenden Bedarfs im Verkehrswesen und an Elektrizität, wo nach wie vor auf fossile Brennstoffe gesetzt wird. Weiter lesen



Treibhausgas-Emissionen in der EU im Jahr 2011 um 2,5 % gesunken

Nach neuen Schätzungen der Europäischen Umweltagentur (EUA) sanken die Treibhausgas-Emissionen in der Europäischen Union (EU) um 2,5 %, trotz höherem Kohleverbrauch und einem wachsenden Bruttoinlandsprodukt (BIP).

In den 15 Mitgliedstaaten, die sich gemeinsam im Rahmen des Kyoto-Protokolls verpflichtet haben (EU-15), sanken die Emissionen sogar um 3,5 % zwischen 2010 und 2011. Basierend auf Schätzungen der EUA liegen die EU Emissionen in 2011 etwa 17,5 % unter dem Niveau von 1990. Die Emissionen der EU-15 liegen 14,1 % unter dem Basisjahr-Niveau des Kyoto-Protokolls.

Der Hauptgrund für den Rückgang der Emissionen war ein milder Winter in den meisten Teilen der EU, der zu einem geringeren Wärmebedarf von Haushalten geführt und den Erdgasverbrauch reduziert hat. Und der Verbrauch aus erneuerbaren Energien hat sich im Jahr 2011 weiterhin erhöht, was ebenfalls zu dem beobachteten Rückgang der Emissionen beigetragen hat.

Die nicht unter das EU Emissionshandelssystem (EU ETS) fallenden wirtschaftlichen Sektoren, haben ihre Emissionen um rund 3,1% reduziert. Die Sektoren, die den größten Beitrag zur Senkung der Emissionen in der Europäischen Union beigetragen haben, waren private Haushalte und der Dienstleistungssektor. Der Verkehrssektor trug ebenfalls zur Verringerung der Emissionen bei, und das für das vierte Jahr in Folge. Die Emissionen im Rahmen des EU ETS sanken um 1,8 % im Jahr 2011. Weiter lesen



EU-Treibhausgasemissionen 2010 vermutlich gestiegen, langfristig jedoch weiterhin sinkende Tendenz

Trotz einem nach ersten Schätzungen der Europäischen Umweltagentur (EUA) beobachteten Anstieg des Ausstoßes von Treibhausgasen um 2,4 % im Jahr 2010 befindet sich die Europäische Union weiterhin auf dem besten Weg, die im Kyoto-Protokoll festgelegten Ziele zur Verringerung der Emissionen zu erreichen. Dem Anstieg 2010 ging 2009 ein Rückgang um 7 % voraus, der hauptsächlich auf die wirtschaftliche Rezession und die zunehmende Erzeugung von erneuerbarer Energie zurückzuführen war.

Viele unterschiedliche politische Maßnahmen haben aktiv zu der Senkung des Treibhausgasausstoßes beigetragen. Neben erneuerbaren Energien und Energieeffizienz haben Maßnahmen zur Verringerung der Wasserverschmutzung durch die Landwirtschaft ebenfalls zur Reduktion der Emissionen beigetragen. Das zeigt, dass wir durch eine systematischere Betrachtung der klimatischen Auswirkungen von verschiedenen Maßnahmen diese Entwicklung weiterführen können (Professor Jacqueline McGlade, Exekutivdirektorin der EUA).

Die jüngste Analyse der Treibhausgasentwicklungen in der EU wurde heute von der EUA in drei Berichten vorgestellt, die neben den Emissionswerten seit 1990 auch die Ziele der EU bei der Verringerung des Treibhausgasausstoßes bis 2020 und darüber hinaus beleuchten. Zudem behandeln sie die Fortschritte im Hinblick auf die Ziele des Kyoto-Protokolls, frühe Schätzungen für die Emissionswerte 2010 und eine Analyse der Emissionstreiber seit 1990. Insgesamt ging der Ausstoß in der EU seitdem um 15,5 % zurück.

Die EU-15-Emissionen lagen mit -10,7 % im Vergleich zum Basisjahr deutlich unter dem kollektiven Ziel einer Verringerung um 8 % für den Zeitraum 2008 bis 2012. Von den 15 EU-Mitgliedstaaten mit einer gemeinschaftlichen Verpflichtung im Rahmen des Kyoto-Protokolls (EU-15) hatten Ende 2010 Österreich, Italien und Luxemburg die dort festgelegten Ziele noch nicht erreicht.

Im Hinblick auf 2020 werden die EU-Mitgliedstaaten geplante Maßnahmen implementieren müssen, um die unilaterale Verpflichtung zu einer Senkung der Emissionen um 20 % einhalten zu können. Diese stellt eine Vorstufe zu den umfassenderen Emissionssenkungen dar, die langfristig erforderlich sind, um eine CO2-arme Wirtschaft aufzubauen.

„Viele unterschiedliche politische Maßnahmen haben aktiv zu der Senkung des Treibhausgasausstoßes beigetragen“, erklärt Professor Jacqueline McGlade, Exekutivdirektorin der EUA. „Neben erneuerbaren Energien und Energieeffizienz haben Maßnahmen zur Verringerung der Wasserverschmutzung durch die Landwirtschaft ebenfalls zur Reduktion der Emissionen beigetragen. Das zeigt, dass wir durch eine systematischere Betrachtung der klimatischen Auswirkungen von verschiedenen Maßnahmen diese Entwicklung weiterführen können.“ Weiter lesen



Weitermachen wie bisher ist keine Option für das Energiesystem

80 % der Treibhausgasemissionen in Europa kommen nach wie vor aus dem Energiesektor, warnt ein Bericht der Europäischen Umweltagentur, der heute veröffentlicht wurde. Der Sektor hat nach wie vor erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt, wenngleich die effizientere Erzeugung von Strom und Wärme, der gestiegene Anteil erneuerbarer Energiequellen und der Ersatz von Kohle und Öl durch Gas schrittweise dazu beitragen, die Emissionen von Treibhausgasen und Luftschadstoffen in Europa zu verringern.



Der Schritt hin zu einer kohlenstoffarmen Gesellschaft „geschieht nicht rasch genug, um die Zukunft der Umwelt zu sichern (Professor Jacqueline McGlade, Verwaltungsdirektorin der EUA)

80 % der Treibhausgasemissionen in Europa kommen nach wie vor aus dem Energiesektor, warnt ein Bericht der Europäischen Umweltagentur, der heute veröffentlicht wurde. Der Sektor hat nach wie vor erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt, wenngleich die effizientere Erzeugung von Strom und Wärme, der gestiegene Anteil erneuerbarer Energiequellen und der Ersatz von Kohle und Öl durch Gas schrittweise dazu beitragen, die Emissionen von Treibhausgasen und Luftschadstoffen in Europa zu verringern. Weiter lesen



EU muss umgehend handeln, um Kyoto-Ziele zu erreichen

Alle Mitgliedstaaten müssen umgehend ernsthafte Anstrengungen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen unternehmen, wenn die EU-15 ihr gemeinschaftliches Kyoto-Ziel erreichen wollen, heißt es in einem neuen Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA).

In dem Bericht „Trends und Hochrechnungen in Bezug auf die Treibhausgasemissionen in Europa  2006en“ werden die historischen Daten für den Zeitraum zwischen 1990 und 2004 analysiert sowie die Hochrechnungen zu den Fortschritten europäischer Länder bei der Erreichung ihrer Emissionsziele im Hinblick auf das Jahr 2010 ausgewertet.

„Die Treibhausgasniveaus wären ohne die gegenwärtigen Anstrengungen zur Senkung von Emissionen noch viel höher. Allerdings unternehmen mehrere Länder innerhalb der EU-15 nicht genug und könnten so die gemeinsamen Bemühungen gefährden,“ betont Professor Jacqueline McGlade, die Exekutivdirektorin der EUA. 

Das Kyoto-Ziel der EU-15 sieht vor, die Treibhausgasemissionen bis 2012 um 8 % unter das Niveau von 1990 zu senken. Innerhalb dieses Gesamtziels hat jeder EU-15-Mitgliedstaat ein unterschiedliches Reduzierungsziel, welches auf verschiedene Art und Weise erreicht werden kann.

Dem Bericht zufolge können die Emissionen nur durch die Umsetzung aller bestehenden und geplanten innerstaatlichen Politiken und Maßnahmen sowie durch die Nutzung von Kyoto-Mechanismen und den Einsatz von Kohlenstoffsenken um das EU-15-Ziel von 8 % gesenkt werden. Allerdings beruht diese Prognose auf den Zahlen mehrerer Mitgliedstaaten, die andeuten, dass sie ihre Emissionen stärker senken werden, als zur Erreichung ihrer nationalen Ziele notwendig ist. Dies könne jedoch laut Bericht nicht als sicher angenommen werden.

Bis zum Jahr 2010, so der Bericht, werden die Treibhausgasemissionen in den EU-15 Ländern durch die bestehenden innerstaatlichen Politiken und Maßnahmen unter dem Strich um 0,6 % unter das Niveau von 1990 gesenkt. Mit zusätzlichen (geplanten, jedoch noch nicht umgesetzten) innerstaatlichen Politiken und Maßnahmen könnten die Emissionen der EU-15 um weitere 4 % reduziert werden.

Infolge der erwarteten Nutzung von Kyoto-Mechanismen durch zehn der EU-15 werden die Emissionen um weitere 2,6 % gesenkt, mit damit verbundenen Kosten von 2,830 Mio. EUR. Die Nutzung von Kohlenstoffsenken, zum Beispiel durch die Anpflanzung von Wäldern zur Beseitigung von Kohlendioxid, würde die Emissionen um weitere 0,8 % reduzieren. Weiter lesen



Wälder, Gesundheit und Klimawandel

Wälder sind wichtig für unser Überleben und unser Wohlbefinden. Wälder reinigen unsere Luft, unser Wasser, unseren Boden, sie regulieren unser Klima und vieles mehr. Bäume und Wälder werden nicht zwangsläufig mit urbanen Landschaften verbunden. Und doch liefern sie auch hier wertvolle, oft unsichtbare, Dienstleistungen. Einfach, indem sie "grüne Oasen" in unseren Betonwüsten bilden, so bieten sie Erholung und tragen zur Gesundheit vieler europäischer Bürger bei.

Wie viele von uns lieben Bummel durch die Parks und Grünflächen unserer Städte, kümmern uns um unsere Gärten und schmücken unsere Häuser mit Grünpflanzen? Der Zugang zu grünen Umgebungen macht uns glücklicher und gesünder. Wissenschaftliche Studien zeigen, dass städtische Wald- und Grünflächen helfen, unsere körperliche Gesundheit und unser seelisches Wohlbefinden zu verbessern. Mehr als drei Viertel der Europäer leben in städtischen Gebieten, daher ist die Bedeutung von Bäumen, Wäldern und Grünflächen größer als je zuvor. Weiter lesen



Schädliche Ozonbelastung im Sommer vermeiden

Hohe Temperaturen im Sommer kombiniert mit Luftverschmutzung können die Bildung bodennahen Ozons verursachen, das schwerwiegende Auswirkungen auf die Gesundheit hat, besonders für ältere Menschen und Kinder oder Menschen mit Asthma und anderen Atembeschwerden. Die Europäische Umweltagentur (EUA) hat nützliche Informationen zusammengestellt, wie Sie Ihre Gesundheit in diesem Sommer vor der Schädigung durch bodennahes Ozon schützen können.

Die bisher höchsten Konzentrationen von Ozon in diesem Sommer wurden am 25. und 26. Juli (nachmittags und  abends) gemessen. Belgien, West-Deutschland, die Region um Paris und Nordfrankreich sowie der Norden Italiens waren besonders betroffen.

Übermäßiges bodennahes Ozon kann Atemprobleme verursachen, Asthma auslösen, die Lungenfunktion reduzieren und Lungenkrankheiten verursachen. Mehrere europäische Studien zeigen, dass die Sterblichkeitsrate mit dem Anstieg der Ozonbelastung steigt. Im Gegensatz zum Ozon in der Stratosphäre, das uns vor UV-Strahlung schützt, kann ein hohes Maß an bodennahem oder "troposphärem" Ozon auch Pflanzen schädigen, wodurch in der Folge Ernteerträge und Waldwachstum reduziert werden - sogar Gebäude und Denkmäler können beschädigt werden.

Bodennahes Ozon wird nicht direkt in die Atmosphäre emittiert, sondern bildet sich bei chemischen Reaktionen in Folge der Freisetzung diverser „Ausgangsschadstoffe" aus einer Vielzahl von Quellen: z. B. Verbrennung fossiler Brennstoffe, Straßenverkehr, Raffinerien, Lösungsmittel, Deponien, Abwässer, Waldbrände, Viehbestände und Vegetation.

Die Reaktionen, die Ozon erzeugen werden durch Hitze und Sonnenlicht katalysiert – daher handelt es sich hierbei um ein spezielles Problem in den Sommermonaten. Und in Südeuropa sind die Ozonwerte typischerweise wesentlich höher als im Norden. Weiter lesen