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UNESCO-Biosphärenreservat Pfälzerwald und Nordvogesen

Das Biosphärenreservat ist ein langgestrecktes Gebiet entlang der deutsch-französischen Grenze vom Pfälzerwald bis zu den Nordvogesen (Vosges du Nord). Fast drei Viertel des Gebietes auf dem Bergmassiv „Vogesen-Pfalz“ sind von Wäldern mit Edelkastanien, Buchen, Fichten und Kiefern bewachsen. Charakteristisch für den südlichen Pfälzerwald und bedeutsam für den Tourismus sind die imposanten Sandsteinfelsen, die wie die vielen Höhlen auch Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten sind. Im Biosphärenreservat finden sich zudem fast einhundert Burgen. Durch die Täler schlängeln sich Bäche, die in kleinen Seen münden. Der Naturpark Vosges du Nord wurde 1988 Biosphärenreservat, der Naturpark Pfälzerwald erhielt die Auszeichnung 1992. 1998 gelang es, ein grenzüberschreitendes Biosphärenreservates einzurichten, das erste seiner Art in der Europäischen Union. Seitdem finden beispielsweise grenzüberschreitende Projekte zum Erhalt des Luchses statt.

Eine Besonderheit unter den deutschen Biosphärenreservaten ist der Weinbau am Haardtrand, ein Gebiet, das auch als Deutsche Weinstraße bekannt ist. Auch Weingüter sind Mitglied im Netzwerk „Wirtschaften im Einklang mit der Natur“, das seit Februar 2004 Betriebe aus vielen Branchen zusammenschließt, um zusammen mit dem Träger des Biosphärenreservats die Region nachhaltig zu entwickeln. Dazu wurden Qualitätskriterien und Kontrollsysteme entwickelt, um Umwelt- und Produktqualität zu gewährleisten.

  • Jahr der Anerkennung durch die UNESCO: 1993 (national), 1998 (grenzüberschreitend)

  • Fläche: insgesamt 3.018 km2 (davon 19 km2 Kernzone, 700 km2 Pflegezone), deutscher Teil: 1.780 km2

  • Repräsentierter Landschaftsraum: Südwestdeutsches Schichtstufenland, Trias-Buntsandstein-Mittelgebirge

  • Repräsentative Lebensräume:
    Mittelgebirgswälder, Rebland, Zwergstrauchheiden, Sümpfe, Stillwasser und Fließgewässer

  • Beispiele für Biosphärenreservatsfunktionen:
    GIS-geschütztes Beweidungskonzept zur Offenhaltung der Täler, Artenschutzinitiativen für Wildkatze, Wanderfalke, und Fledermäuse, Förderung von nachhaltigem Tourismus, Vermarktung regionaler Produkte, deutsch-französische Bauernmärkte, Vernetzung von Initiativen der Umweltbildung 

  • Internationale Partnerschaften
    grenzüberschreitendes Biosphärenreservat, weitere in Planung

  • Bundesland: Rheinland-Pfalz (Deutschland, Nordvogesen (Frankreich)

  • Landkreise:
    Bad Dürkheim, Donnersbergkreis, Kaiserslautern, Südliche Weinstraße, Südwestpfalz, kreisfreie Städte Kaiserslautern, Neustadt, Landau, Pirmasens

  • Zuständiges Ministerium (für den deutschen Teil): Ministerium für Umwelt und Forsten Rheinland-Pfalz

  • Verwaltung (des deutschen Teils):
    Biosphärenreservat Pfälzerwald
    Franz-Hartmann-Str. 9
    67466 Lambrecht (Pfalz)
    Telefon: (06325) 95520

  • Informationszentren (in Deutschland):
    Pfalzmuseum für Naturkunde
    Hermann-Schäfer-Str. 17
    67098 Bad Dürkheim
    Telefon: (06322) 94130

    Biosphärenhaus
    Am Königsbruch 1
    66996 Fischbach bei Dahn
    Telefon: (06393) 92100

  • Internet-Link zur Darstellung der UNESCO:
    www2.unesco.org/mab/br/

  • Internet-Link zum Biosphärenhaus:
    www.biosphaerenhaus.de

  • Internet-Link zum Infozentrum "Haus der Nachhaltigkeit":
    www.hdn-pfalz.de 

  • Internet-Link zur Verwaltung des deutschen Teils:
    www.pfaelzerwald.de

  • Internet-Link zur dreisprachigen Hompage des Biosphärenreservats:
    www.biosphere-pfaelzerwald-vosges.org 

  • Seite auf den Nationalen Naturlandschaften:
    Biosphärenreservat Pfälzerwald
     


Quellenangaben