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Viele Europäer sind weiterhin Luftschadstoffen ausgesetzt

Nahezu ein Drittel aller europäischen Großstädter sind übermäßigen Konzentrationen von Feinstaub (PM) ausgesetzt. Feinstaub zählt zu den Schadstoffen, die für die menschliche Gesundheit am gefährlichsten sind, da er in empfindliche Teile der Atemwege eindringt. Der EU ist es in den letzten Jahrzehnten zwar gelungen, versauernd wirkende Luftschadstoffe zu verringern; doch gibt es, wie ein von der Europäischen Umweltagentur (EUA) heute veröffentlichter Bericht zeigt, in vielen Teilen Europas weiterhin Probleme aufgrund der Konzentrationen von PM und bodennahem Ozon im Freien.

In vielen Ländern liegt die Konzentration der Luftschadstoffe immer noch über den gesetzlich vorgeschriebenen und empfohlenen Grenzwerten, mit denen die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger Europas geschützt werden soll. So wird die Lebenserwartung in den am stärksten verschmutzten Städten und Gebieten durch Luftschadstoffe um rund zwei Jahre verringert (Jacqueline McGlade, Exekutivdirektorin der EUA).

EU-Umweltkommissar Janez Potočnik erklärte hierzu: „Dieser Bericht mahnt zur rechten Zeit daran, welche Bedeutung die Luftqualität für die Gesundheit unserer Bürgerinnen und Bürger hat. Ich möchte daher 2013 zum „Jahr der Luft“ machen und werde mich darauf konzentrieren, unsere Luftreinhaltungsvorschriften zu verschärfen, um den heute festgestellten Problemen zu begegnen.“ Weiter lesen

Industrielle Luftverschmutzung kostete Europa im Jahr 2009 bis zu 169 Mrd. EUR

Die Luftverschmutzung aus den 10.000 größten verschmutzenden Betrieben in Europa kostete die Bürger im Jahr 2009 zwischen 102 und 169 Mrd. EUR. Dies ist ein Ergebnis eines neuen Berichts der Europäischen Umweltagentur (EUA), der die Kosten der schädlichen Auswirkungen der Luftverschmutzung auf Gesundheit und Umwelt unter die Lupe nimmt. Gerade mal 191 Betriebe sind für die Hälfte des Gesamtschadens (zwischen 51 und 85 Mrd. EUR) verantwortlich.

Der Bericht „Revealing the costs of air pollution from industrial facilities in Europe“ (Kosten der Luftverschmutzung aus Industriebetrieben in Europa) enthält eine Liste der Betriebe, die den größten Schaden verursachen.

„Unsere Analyse hat ergeben, dass Kraftwerke und andere große Industrieanlagen die Hauptverursacher der Kosten sind“, erklärt Prof. Jacqueline McGlade, Exekutivdirektorin der EUA.

„Die geschätzten Kosten werden anhand der von den Betrieben gemeldeten Emissionswerte berechnet. Wir haben bereits bestehende Hilfsmittel genutzt, auf die sich politische Entscheidungsträger zur Abschätzung der schädlichen Folgen für Gesundheit und Umwelt stützen, um einen Teil der versteckten Kosten der Luftverschmutzung aufzudecken. Wir können es uns nicht leisten, diese Probleme zu ignorieren“, so Prof. McGlade weiter.

Zu den in der Analyse erfassten Industriebetrieben zählen Großkraftwerke, Raffinerien, Verbrennungs- und Industrieprozesse im Fertigungsbereich, Abfallentsorgung und bestimmte landwirtschaftliche Betriebe. Emissionen aus Kraftwerken verursachten den höchsten Anteil der Schadenskosten (geschätzte 66 bis 112 Mrd. EUR). Zudem trugen Produktionsverfahren (23 bis 28 Mrd. EUR) und Verbrennungsverfahren in der Fertigungsindustrie (8 bis 21 Mrd. EUR) erheblich zu den Gesamtschadenskosten bei. Die Sektoren Transport und Haushalte sowie die meisten landwirtschaftlichen Betriebe wurden in der EUA-Analyse nicht berücksichtigt – mit diesen wären die durch die Verschmutzung verursachten Kosten sogar noch höher. Weiter lesen



Neue Karten zeigen Europäern Luftverschmutzung aus diffusen Quellen im Detail

Das europaweite Register soll die Europäer dabei unterstützen, sich aktiv an Umweltentscheidungen zu beteiligen. Neue Karten, die heute von der Europäischen Kommission und der Europäischen Umweltagentur in enger Zusammenarbeit mit der Gemeinsamen Forschungsstelle, dem internen wissenschaftlichen Dienst der Kommission, im Internet veröffentlicht wurden, machen es den Bürgern erstmals möglich, die hauptsächlichen diffusen Quellen von Luftverschmutzung wie den Land- und Luftverkehr genau zu erkennen. Der neue Satz von 32 Karten zeigt, wo bestimmte Schadstoffe wie Stickoxide und Feinstaub freigesetzt werden. Er ergänzt bestehende Datensätze zu Emissionen aus einzelnen Industrieanlagen im Europäischen Register zur Erfassung der Freisetzung und Übertragung von Schadstoffen (E-PRTR).

EU-Umweltkommissar Janez Potočnik erklärte: „Wissen ist ein entscheidender Faktor, um unser Handeln glaubwürdig zu machen. Außerdem können wir unseren Bürgern so wichtige Informationen geben. Diese Karten sind Ausdruck eines wahrhaftigen Engagements für die Aufklärung aller Menschen über die Quellen der Luftverschmutzung.“

Frau Professor Jacqueline McGlade, Exekutivdirektorin der Europäischen Umweltagentur, fügte hinzu: „Die Luftverschmutzung stellt eine ernste Gefahr für die Gesundheit dar, insbesondere für Gruppen mit erhöhtem Risiko wie Kinder und Menschen mit Atemwegserkrankungen. Die Bürger werden durch die in den Karten enthaltenen Informationen über die Luftverschmutzung aus Verkehr, privaten Haushalten und anderen Quellen in ihrer Umgebung in die Lage versetzt zu handeln und die Behörden zu Verbesserungen anzuhalten.“

Das E-PRTRen, das im Jahr 2009 ins Leben gerufen wurde, um den Zugang zu Umweltinformationen zu verbessern, enthält bereits Daten zu einzelnen Industrieanlagen (Punktquellen) und seit heute auch Informationen über Emissionen aus dem Straßenverkehr, der Schifffahrt, dem Luftverkehr, der Beheizung von Gebäuden, der Landwirtschaft und aus Kleinunternehmen (diffuse Quellen).

Diffuse Verschmutzungsquellen sind weit verbreitet und/oder in stark besiedelten Gebieten konzentriert. Eine große Anzahl von vielen kleinen Emissionen aus Häusern und Fahrzeugen ergeben zusammen eine große, diffuse Verschmutzungsquelle, insbesondere in Städten.

Durch die neue, umfassende Sammlung von 32 Karten können die Europäer auf einer Skala von 5 km x 5 km sehen, wo Schadstoffe freigesetzt werden. Sie umfasst auch Einzelheiten zu Stickoxiden (NOX), Schwefeloxiden (SOX), Kohlenmonoxid (CO), Ammoniak (NH3) und Feinstaub (PM10). Weiter lesen



Europäischer Verkehrssektor kann gesetzte Ziele nur mit ehrgeizigen Maßnahmen erreichen

Die Emissionen vieler verkehrsbedingter Schadstoffe gingen 2009 zurück. Allerdings dürfte diese Verringerung gemäß dem jüngsten Jahresbericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) über verkehrsbedingte Emissionen lediglich eine vorübergehende Auswirkung des Wirtschaftsabschwungs sein. Im Rahmen des Mechanismus für die Berichterstattung über Verkehr und Umwelt (Transport and Environment Reporting Mechanism - TERM) der EUA werden die Auswirkungen des Verkehrs auf die Umwelt untersucht. Zum ersten Mal berücksichtigt der Bericht umfassende quantitative Zielen, die von der Europäischen Kommission in ihrem Fahrplan für den Verkehrssektor vorgeschlagen wurden.

„Die Emissionen nahezu aller verkehrsbedingten Schadstoffe sind in Folge der verringerten Nachfrage gesunken“, erklärt Professor Jacqueline McGlade, Exekutivdirektorin der EUA. „Dieser Rückgang ist jedoch auf die Rezession zurückzuführen. Daher müssen wir eine grundlegende Umgestaltung des europäischen Verkehrssystems anstreben, um die Emissionen auch in Zeiten eines starken Wirtschaftswachstums nicht zu erhöhen.“

Der Verkehrs- und Umweltbericht der EUA zeigt auf, dass bereits einige Effizienzsteigerungen erzielt wurden. So waren beispielsweise  neu zugelassene Kraftfahrzeuge im Jahr 2010 um etwa ein Fünftel effizienter als im Jahr 2000.en Diese relativ bescheidenen Fortschritte werden jedoch häufig durch einen Anstieg der Nachfrage wettgemacht, auch wenn die Rezession die Aktivität in einigen Bereichen gebremst hat.  Zwischen 1990 und 2009 stieg der Verkehrsbedarf etwa um ein Drittel, wobei die verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen um ca. 27 % zunahmen.

Die von der  Kommission in ihrem Fahrplan vorgeschlagenen neuen Ziele sollen einen Rahmen für die Gestaltung von Maßnahmen auf europäischer, nationaler und lokaler Ebene schaffen, um die vom Verkehr verursachten Umweltprobleme in den Griff zu bekommen. Der Bericht zeigt, dass die politischen Entscheidungsträger verschiedene Möglichkeiten haben, um kohärente Lösungen für diese Probleme zu finden, indem sie beispielsweise die Fragen von Luftqualität und Klimawandel gemeinsam in Angriff nehmen.

Erstmals hat die EUA Ausgangswerte festgelegt, anhand deren die Fortschritte bei der Verwirklichung der Umweltziele im Verkehrssektor beurteilt werden können.  Dazu gehören Ziele für Treibhausgasemissionen, Energieverbrauch und Lärm. Es wurden 12 Hauptindikatoren für breit gefächerte Politikbereiche entwickelt. Weiter lesen