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Ist es legal, was ich tue, oder ist es verboten? 

Moderne Medien und das Internet bietet viele Möglichkeiten, schnell und vermeintlich unauffällig an jedwede denkbare Inhalte zu kommen. Aber nicht immer ist das Kopieren, Nutzen, Verbreiten, etc. dieser Inhalte zulässig. Ist es nun an eigentlich erlaubt, CDs zu brennen oder Software einfach zu kopieren? Und macht es dabei eigentlich einen Unterschied, ob es um Filme, Musik, oder Software geht? Die Technik erlaubt viel, das Gesetz nicht immer.

Im Folgenden finden Sie ein paar Anhaltspunkte zur besseren Orientierung in diesem vielschichtigen Gebiet. 


Privatkopie und Co.
07.02.2012 Oliver Passek, Till Kreutzer

Musik und Filme auf CDs, DVDs, Videos und anderen Trägern darf man für den privaten Gebrauch vervielfältigen, etwa als Geschenk für Freunde oder auch als Kopie für das Privatarchiv – es sei denn, sie sind kopiergeschützt.

Das Vervielfältigen eines urheberrechtlich geschützten Werkes ist grundsätzlich nur mit Zustimmung des Rechteinhabers gestattet. Für den privaten Bereich hat der Gesetzgeber jedoch die sogenannte Privatkopieschranke eingeführt, die es erlaubt, Kopien von geschützten Werken, wie CDs, DVDs oder Fernsehsendungen herzustellen, um sie für private Zwecke zu nutzen.

Für den Konsum im privaten Umfeld (Familie, Freundeskreis) darf man einzelne Vervielfältigungen von Werken herstellen. Das gilt also sowohl für Musik als auch für Spiel-, Fernseh- oder Dokumentarfilme. Davon zu unterscheiden sind übrigens Sicherheitskopien von Software. Sie darf jeder anfertigen, der die Software rechtmäßig besitzt, völlig unabhängig vom Zweck (also nicht nur im Privaten).

Bei der Privatkopie dagegen muss als Vorlage kein eigenes Werkstück verwendet werden. Das heißt, man darf zum Beispiel Fernseh- oder Radiosendungen zu privaten Zwecken aufnehmen, Dateien aus dem Internet herunterladen oder sich für den privaten Gebrauch Kopien von ausgeliehenen CDs und Videos machen, egal ob diese von Freunden oder aus der Videothek stammen. Dabei gibt es aber Ausnahmen.

Die Privatkopie ermöglicht die meisten Handlungen im privaten Umfeld, ohne dass der Nutzer hierfür Genehmigungen einholen müsste. Zum Ausgleich für diese Freiheit werden auf Kopiermedien – wie CD-Rohlinge, MP3-Player oder Videokassetten – und Kopiergeräte – wie CD-Brenner, Festplatten oder Videorekorder – Abgaben erhoben, die bereits im Kaufpreis enthalten sind. Weiter lesen 




Digital gekaufte Musik

Was darf man mit digital gekaufter Musik machen?
19.09.2011Till Kreutzer und David Pachali

Wie man Musikdateien aus Online-Shops nutzen darf, wird nicht nur durchs Urheberrecht, sondern auch durch seitenlange Geschäfts- und Nutzungsbedingungen geregelt. Was sagt das Gesetz und was darf man mit digital gekaufter Musik bei welchem Anbieter machen?



Ob iTunes, Amazon, Musicload oder andere Anbieter – Online-Musikshops sind in den letzten Jahren für viele Musikkäufer eine praktische Alternative zur klassischen CD geworden. Was aber kaum jemand weiß: je nachdem, ob man seine Musik als Download oder als CD kauft, hat man unterschiedliche Rechte. Wie man Musikdateien nutzen darf, das bestimmen die Nutzungsbedingungen des Anbieters – rechtlich betrachtet sind das Verträge zwischen Käufer und Anbieter. Sie sind das „Kleingedruckte“, das man als Nutzer immer akzeptieren muss, bevor man einen Dienst verwenden kann. Kaum jemand liest aber die oft komplizierten und seitenlangen Ausführungen, weil das auch nervig und langweilig ist. Verständlich – aber es bedeutet, dass nur wenige Käufer wissen, was sie eigentlich für ihr Geld bekommen.

Um ein wenig Licht ins Dunkel der Nutzungs- und Geschäftsbedingungen zu bringen, vergleichen wir in diesem Artikel die rechtliche Situation bei der Nutzung von CDs und Musikdownloads und stellen kurz die Nutzungsbedingungen der derzeit beliebtesten Download-Anbieter vor. Weiter lesen



Software

Das Lizenzmodell entscheidet
01.02.2005 Till Kreutzer

Wer Software kopieren will, muss einige Sonderregeln beachten: Im Gegensatz zu Musik-CDs oder Film-DVDs sind die Regelungen strenger. Bevor man also seinen Brenner anwirft und Microsoft Word oder das neuste Computerspiel kopiert, sollte man sich erkundigen, was erlaubt ist und was nicht.



Wie andere Werke genießen auch Computerprogramme jeglicher Art urheberrechtlichen Schutz. Was bedeutet das? Zunächst einfach nur: Was urheberrechtlich geschützt ist, darf nicht ohne weiteres kopiert werden. Im Urheberrecht wird dafür der Begriff vervielfältigen benutzt. Gemeint ist damit eine Nutzungshandlung, der im Normalfall der Urheber oder ein anderer Rechtsinhaber – bei Software zumeist eine Softwarefirma – zustimmen muss.

Diese Zustimmung wird bei Computerprogrammen durch eine so genannte Lizenz erteilt. Es gibt aber gesetzliche Regeln, nach denen es erlaubt ist, urheberrechtlich geschützte Werke zu kopieren. Zusammengefasst: Ohne zu fragen ist kopieren nur legal, wenn es a) vom Gesetz oder b) vom Inhaber der Rechte erlaubt wurde. Weiter lesen




Quellenangabe