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Ist es legal, was ich tue, oder ist es verboten? 



Moderne Medien und das Internet bietet viele Möglichkeiten, schnell und vermeintlich unauffällig an jedwede denkbare Inhalte zu kommen. Aber nicht immer ist das Kopieren, Nutzen, Verbreiten, etc. dieser Inhalte zulässig. Ist es nun an eigentlich erlaubt, CDs zu brennen oder Software einfach zu kopieren? Und macht es dabei eigentlich einen Unterschied, ob es um Filme, Musik, oder Software geht? Die Technik erlaubt viel, das Gesetz nicht immer.

Im Folgenden finden Sie ein paar Anhaltspunkte zur besseren Orientierung in diesem vielschichtigen Gebiet. 






Was darf man mit Dateien aus Online-Shops machen?
15.02.2012 David Pachali

Wer Inhalte als digitalen Download kauft, muss drei Dinge beachten: Das Urheberrecht, die Nutzungsbedingungen der Anbieter und den immer noch verbreiteten Kopierschutz.

Ob Film, Buch oder Software: Immer mehr Inhalte, die es früher nur auf DVD, Papier oder CD gab, kann man heute als digitalen Download kaufen. Am größten ist das Angebot bei Musik. Zwar hat es viele Jahre gedauert, doch immerhin hier gibt es mittlerweile eine Vielzahl an legalen kommerziellen Diensten mit komfortablen Angeboten. Was man mit seinen Musikdateien machen darf, das wird zum einen durchs Gesetz, zum anderen durch die Nutzungsbedingungen der Anbieter geregelt. Dazu mehr im Text „Was darf man mit digital gekaufter Musik machen?”.

Wie sieht es bei anderen Inhalten aus? Verglichen mit dem Musikbereich ist der Markt für Downloads vor allem bei E-Books und Filmen noch sehr jung. Einiges bewegt sich im Moment bei den E-Books, aber Download-Shops für Filme haben nach wie vor nur wenige treue Kunden gefunden – sei es, weil der neue Film oder die angesagte Serie dort gar nicht erhältlich ist, weil ein Kopierschutz die Käufer abschreckt oder weil andere Angebote zwar illegal, aber verglichen mit den legalen Online-Shops für viele Nutzer insgesamt besser sortiert und bequemer sind.

Um zu erläutern, was jeweils erlaubt ist und was nicht, geht es in diesem Text in drei Stationen durch das rechtliche und technische Dickicht. Auf die besonderen Regeln für Software wird am Ende des Textes eingegangen. Weiter lesen




Video-Nutzung bei YouTube, kino.to und Co.
25.12.2009 Till Kreutzer und John-Hendrik Weitzmann

Videos sind angesagt im Internet: Per DSL kommen die neuesten Kinofilme in Minutenschnelle ins Haus, per UMTS und Datenflat kann man sie sich auf dem Mobiltelefon anschauen, YouTube erlaubt das Einbauen in die eigene Website und mit zusätzlichen Programmen kann man sie auf die eigene Festplatte speichern. Nur: was darf man und womit verstößt man gegen das Urheberecht?

Streaming - Filme gucken im Internet
 
Neben den bekannten Videoportalen wie YouTube oder MyVideo tauchen im Netz zunehmend rechtlich fragwürdige Streaming-Angebote wie kino.to auf. Sie werden massenhaft genutzt, obwohl die Verbraucherzentralen vor Abofallen und anderen Gefahren auf vielen dieser Seiten warnen.
 
Offenbar glauben viele, dass ein Anschauen von Filmen über Streams im Gegensatz zum Herunterladen generell erlaubt ist. Rein technisch ist das tatsächlich ein Unterschied: Statt eine dauerhafte Kopie des Films auf dem eigenen PC zu speichern, wird der jeweilige Film beim Streaming direkt im Browser angezeigt und nur „live“ angeschaut. Streaming ähnelt damit technisch betrachtet eher dem Fernsehen, während Downloading eher so etwas wie ein Mitschnitt per DVD- oder Harddiskrecorder ist.
 
Ob das auch vor dem Gesetz einen Unterschied macht, ist bislang kaum geklärt. Ein wichtiger Unterschied zwischen Streaming und vielen Tauschbörsen ist: Wer sich einen Film bei einem Streaming-Dienst anschaut, stellt selber keine Inhalte bereit. Das ist bei der Tauschbörse Bittorrent zum Beispiel anders: Dort ist jeder Nutzer gleichzeitig auch ein Anbieter. Jede Datei wird während eines Downloads automatisch anderen Nutzern wieder zur Verfügung gestellt. Das dient der Effizienz des Netzwerks, da die großen Datenmengen auf viele Internet-Anschlüsse und Rechner („peer-to-peer“) verteilt werden können.
 
Es führt aber zu rechtlichen Problemen. Denn es ist niemals erlaubt, geschützte Inhalte jedermann zum Abruf online bereit zu stellen oder zum Download anzubieten, ohne die entsprechenden Rechte zu haben. Und natürlich hat kein Schüler von Warner Bros. jemals das Recht erworben, „Harry Potter und der Halbblut-Prinz“ über Bittorrent zum Download anzubieten. Natürlich hat kein Student mit RTL einen Vertrag geschlossen, der es ihm erlaubt, die neueste Folge von DSDS bei Rapidshare einzustellen. Weiter lesen




Wie legal sind Filehoster?
01.02.2012 Valie Djordjevic

Gewusst wo – wenn man nur die richtigen Seiten kennt, kann man im Internet alles finden und herunterladen: Filme, Musik, Computerspiele. Auf Filehostern (auch Sharehoster oder One-Clickhoster genannt) lagern terrybyte-weise Daten – nicht alle davon legal. Sowohl beim Download als auch beim Upload darf man nur Dateien nutzen, für die man die Rechte hat.

Filehoster, One-Click-Hoster, Sharehoster – verschiedene Bezeichnungen für Online-Angebote zum Hochladen von Dateien. Man kann sie nutzen um größere Dateien hochzuladen, um von verschiedenen Orten darauf Zugriff zu haben oder um sie mit anderen zu teilen. So können etwa Grafik-Agenturen Filehoster nutzen, um ihren Kunden neue Entwürfe zukommen zu lassen. An sich eine ganz nützliche und harmlose Dienstleistung – trotzdem sind die Firmen, die diesen Service anbieten, immer wieder in der Presse.

Zuletzt war das der Online-Dienst Megaupload, gegen den vom US-amerikanischen Justizministerium Anklage erhoben wurde und sieben Personen verhaftet wurden, darunter auch der umstrittene deutsche Internet-Unternehmer Kim Dotcom (alias Kim Schmitz). Während Megaupload behauptet, dass der Großteil der Daten auf ihren Servern legitim sei, geht das US-Justizministerium davon aus, dass Rechteinhaber mit über 500 Millionen Dollar geschädigt worden wären. Auch Rapidshare, ein anderer großer Anbieter, wurde verschiedentlich verklagt. Allerdings sind nicht alle Prozesse im Sinne der Rechteinhaber ausgegangen.

Filehoster werden oft mit Tauschbörsen verglichen. Und in der Tat kann man auch über Filehoster die neusten Hollywood-Filme, aktuelle Fernsehserien und Computerspiele finden. Das liegt vielfach an der relativen Anonymität, die Filehoster versprechen: Man muss sich nicht anmelden und kann einfach und ohne die Installation weiterer Programme direkt aus dem Web-Browser hochladen.

Die Unternehmen finanzieren sich über Werbung und über Premium-Zugänge, die angemeldeten Nutzern schnellere und komfortablere Zugänge bereitstellen. Dafür geben diese allerdings ihre Anonymität auf, da sie mindestens die Zahlungsdaten angeben müssen. Weiter lesen




Kino.to: Nutzer und Werber im Visier

Die Generalstaatsanwaltschaft Dresden will weiter gegen kino.to-Nutzer ermitteln. Derweil machen Nachfolger-Portale dicht, weil ihre Werbeeinahmen wegbrechen, beobachtet die GVU.



„Am Ende unserer Ermittlungen können Maßnahmen gegen die Premium-Kunden von kino.to stehen, oder gegen eine Auswahl von ihnen“, sagte der Sprecher der Generalstaatsanwaltschaft Dresden am Mittwoch gegenüber iRights.info. „Aber das steht noch nicht unmittelbar an.“

Die Premium-Nutzer hatten über den Zahlungsdienst Paypal für einen werbefreien Zugang zu kino.to bezahlt. Ihre Daten hatten die Ermittler bei Razzien Mitte 2011 beschlagnahmt. Bevor das Portal geschlossen wurde, war nicht unbedingt ersichtlich, dass die kino.to-Betreiber selbst hinter dem Bezahl-Angebot steckten. Die Einschränkung „Premium-Nutzer“ lässt den Schluss zu, dass gegen die anderen kino.to-Nutzer nicht ermittelt werden soll.




Quellenangabe