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Erntebericht 2012





Leben in einer Konsumgesellschaft

Jahrzehnte eines relativ stabilen Wachstums in Europa haben unsere Lebensweise verändert. Wir produzieren und verbrauchen mehr Güter und Dienstleistungen. Wir reisen mehr und leben länger. Allerdings sind die Umweltbelastungen unserer wirtschaftlichen Tätigkeit im Inland und Ausland gewachsen und stärker in unser Blickfeld gerückt. Die Umweltgesetzgebung erzielt bei einer sorgfältigen Umsetzung Ergebnisse vor Ort. Können wir aber mit Blick auf die Veränderungen der letzten zwanzig Jahre sagen, dass wir unser Bestes geben?  



Konsum der Haushalte

Die Konsummuster der Haushalte zu verstehen, bedeutet, das menschliche Verhalten zu verstehen. Die Konsummuster in Europa unterscheiden sich stark von den Konsummustern, die vor 50 Jahren vorherrschend waren. Wichtige Faktoren, die unseren Konsum steuern, sind wachsende Einkommen, die Globalisierung der Wirtschaft, technologische Durchbrüche (wie das Internet und Mobiltelefone), abnehmende Haushaltsgrößen, eine alternde Bevölkerung sowie die Lebensräume und Kulturen.

Der Verbrauch von Gütern und Dienstleistungen in den EWR-Mitgliedstaaten ist ein wichtiger Motor für den weltweiten Verbrauch an Rohstoffen – und den damit in Zusammenhang stehenden Umweltauswirkungen. Der europäische Konsum (Essen und Trinken, Wohnen, Mobilität und Tourismus) führt zu einem Anstieg der Umweltbelastungen und der weltweiten Auswirkungen des zunehmenden globalen Handels. Zur spürbaren Reduzierung dieser Auswirkungen ist eine Veränderung der privaten und öffentlichen Konsummuster erforderlich, mit der der Nutzen aus verbesserten Technologie- und Produktionsprozessen ergänzt werden kann. Weiter lesen


Das Leben in einer vernetzten Welt

„…das bloße Gewicht der kombinierten Sehnsüchte und Lebensstile von 500 Millionen Europäern ist einfach zu groß. Ganz zu schweigen von den berechtigten Wünschen vieler anderer Milliarden Menschen auf unserem Planeten, die diese Lebensstile teilen möchten… Wir werden das Verhalten der europäischen Verbraucher ändern, das Bewusstsein der Menschen schärfen und ihre Gewohnheiten beeinflussen müssen.“ Janez Potočnik, Umweltkommissar der Europäischen Union (März 2010).

Vor fünf Jahren war Bisie ein Dschungel. Bisie liegt im Wailikale-Gebiet im östlichen Kongo und ist nun ein beengtes Township, weil dort Kassiterit (Zinnstein) gefunden wurde, das ein wichtiger Bestandteil der Schaltkreise vieler moderner Geräte ist. Es ist in Ihrem Handy, in Laptops, Digitalkameras und Spielkonsolen enthalten.

Es gibt eine starke Nachfrage nach Kassiterit, und der Stoff ist sehr wertvoll. Denn unser Bedarf an Konsumelektronik bewirkte einen Preisanstieg für Zinnerz. Die Preise an der Londoner Metallbörse stiegen laut der Financial Times von rund 5 000 US-Dollar pro Tonne 2003 auf über 26 000 US-Dollar pro Tonne Ende 2010. Weiter lesen


Wasser in der Stadt

Durch Bevölkerungswachstum, Urbanisierung und wirtschaftliche Entwicklung nimmt die Nachfrage der städtischen Gebiete nach Süßwasser in ganz Europa zu. Gleichzeitig wirken sich Klimawandel und Umweltverschmutzung auf die Verfügbarkeit von Wasser für Stadtbewohner aus. Wie also können die europäischen Städte weiterhin sauberes Trinkwasser für ihre Bewohner bereitstellen?

Im Juli 2011 haben intensive Regenfälle Teile von Kopenhagen überflutet. Die Abwasserkanalisation konnte die Menge an Wasser nicht handhaben, das mit einer Intensität von bis zu 135 mm in zwei Stunden herabstürzte. Und Kopenhagens Wasserprobleme endeten damit noch nicht. Kurz nach dem Hochwasser waren große Teile der Stadt für Wochen durch Verunreinigungen im Trinkwasser in Verbindung mit Reparaturen an den Hauptwasserleitungen betroffen. Auch in anderen Städten treten solche wasserbezogenen Probleme auf.

Mehr als drei Viertel der europäischen Bürger leben in städtischen Gebieten und sind abhängig von der Versorgung mit sauberen Wasser. Etwa ein Fünftel des gesamten entzogenen Süßwassers in Europa beliefert öffentliche Wasserversorgungssysteme - Wasser, das an Haushalte, kleine Unternehmen, Hotels, Büros, Krankenhäuser, Schulen und in Industriebereiche geht. Weiter lesen


Leben in einer Konsumgesellschaft

Jahrzehnte eines relativ stabilen Wachstums in Europa haben unsere Lebensweise verändert. Wir produzieren und verbrauchen mehr Güter und Dienstleistungen. Wir reisen mehr und leben länger. Allerdings sind die Umweltbelastungen unserer wirtschaftlichen Tätigkeit im Inland und Ausland gewachsen und stärker in unser Blickfeld gerückt. Die Umweltgesetzgebung erzielt bei einer sorgfältigen Umsetzung Ergebnisse vor Ort. Können wir aber mit Blick auf die Veränderungen der letzten zwanzig Jahre sagen, dass wir unser Bestes geben?

Als Carlos 1989 geboren wurde, lebten fast 5 Millionen Menschen im Ballungsraum von Madrid. Die Familie von Carlos lebte in einer Dreizimmerwohnung in der Stadtmitte; sie besaß kein Auto, dafür aber einen Fernseher.

Die Familie von Carlos war nicht die einzige spanische Familie, die damals kein Auto besaß. 1992, sechs Jahre nach dem Eintritt in die Europäische Union, wurden in Spanien 332 PKW pro 1 000 Einwohner gezählt. Nahezu zwei Jahrzehnte später, 2009, besaßen 480 von 1 000 Spaniern einen PKW. Dieser Wert liegt leicht über dem Durchschnitt in der Europäischen Union. Weiter lesen