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Europas Energiepolitik muss umweltverträglich gestaltet werden

Europa benötigt einen umfassenden energiepolitischen Rahmen um Energievorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit mit Umweltbelangen übereinzubringen. Dies ist das Fazit eines aktuellen Berichts, der heute von der Europäischen Umweltagentur (EUA) in Kopenhagen herausgegeben wurde.

Der Bericht mit dem Titel „Energy and environment in the European Union: Tracking progress towards integration“ [Energie und Umwelt in der Europäischen Union: Fortschritte in Richtung Integration] betont, dass Europas künftige Energieversorgung auf einem breiten Technologiemix aufbauen sollte. Auch der Reduzierung des Energieverbrauchs kommt eine wichtige Bedeutung zu, nicht nur für den Umweltschutz, sondern auch für die Sicherung der Energieversorgung.

„Gerade im derzeitigen Kontext steigender öl- und Gaspreise und zunehmender Bedenken hinsichtlich der Energieversorgungssicherheit muss betont werden, dass ökologische Nachhaltigkeit genau so hoch zu bewerten ist wie die Sicherung der Energieversorgung“, sagte Professor Jacqueline McGlade, die Exekutivdirektorin der EUA.

Der Bericht, der Trends im Energiesektor in Europa für den Zeitraum zwischen 1990 und 2003 analysiert, wurde heute zeitgleich mit der Sitzung des EU-Umweltrats in Luxemburg veröffentlicht. Der Bericht baut auf einer Reihe von Indikatoren auf die Fortschritte bei der Integration von Umweltschutzbelangen innerhalb des Energiesektors, wie im Cardiff-Prozess gefordert, messbar machen.

Aus dem Bericht geht hervor, dass sich die Umweltbelastungen durch die Energieerzeugung im Zeitraum zwischen 1990 und 2003 verringert haben. So wurde seit 1990 die von Energieerzeugung und -verbrauch ausgehende Luftverschmutzung deutlich verringert; allerdings sind weitere Reduktionen erforderlich, um langfristige Zielsetzungen in Bezug auf die Luftqualität zu erreichen. Durch die Stromerzeugung bedingte Umweltbelastungen konnten durch eine gesteigerte Nutzung von Gas anstelle von Kohle und durch die Einführung von Abgasbehandlungsmaßnahmen reduziert werden. Seit 1999/2000 haben sich diese positive Tendenzen allerdings verlangsamt und in einigen Ländern sogar ins Gegenteil verkehrt. Insbesondere die Emissionen von energiebedingten Treibhausgasen haben in den letzten Jahren zugenommen.

Ein zunehmender Energieverbrauch wirkt technologischen Fortschritten, wie etwa effizienteren Kraftwerken und weiteren Maßnahmen zur Schadstoffreduzierung (z. B. Katalysatoren bei Kraftfahrzeugen und Rauchgasentschwefelung in Kraftwerken) sowie dem steigenden Anteil erneuerbarer Energien (Bioenergie, Wind- und Solarenergie, Wasserkraft, Erdwärme) entgegen. Die Zunahme des Energieverbrauchs ist Resultat eines steigenden Bedarfs im Verkehrswesen und an Elektrizität, wo nach wie vor auf fossile Brennstoffe gesetzt wird. Weiter lesen



Treibhausgas-Emissionen in der EU im Jahr 2011 um 2,5 % gesunken

Nach neuen Schätzungen der Europäischen Umweltagentur (EUA) sanken die Treibhausgas-Emissionen in der Europäischen Union (EU) um 2,5 %, trotz höherem Kohleverbrauch und einem wachsenden Bruttoinlandsprodukt (BIP).

In den 15 Mitgliedstaaten, die sich gemeinsam im Rahmen des Kyoto-Protokolls verpflichtet haben (EU-15), sanken die Emissionen sogar um 3,5 % zwischen 2010 und 2011. Basierend auf Schätzungen der EUA liegen die EU Emissionen in 2011 etwa 17,5 % unter dem Niveau von 1990. Die Emissionen der EU-15 liegen 14,1 % unter dem Basisjahr-Niveau des Kyoto-Protokolls.

Der Hauptgrund für den Rückgang der Emissionen war ein milder Winter in den meisten Teilen der EU, der zu einem geringeren Wärmebedarf von Haushalten geführt und den Erdgasverbrauch reduziert hat. Und der Verbrauch aus erneuerbaren Energien hat sich im Jahr 2011 weiterhin erhöht, was ebenfalls zu dem beobachteten Rückgang der Emissionen beigetragen hat.

Die nicht unter das EU Emissionshandelssystem (EU ETS) fallenden wirtschaftlichen Sektoren, haben ihre Emissionen um rund 3,1% reduziert. Die Sektoren, die den größten Beitrag zur Senkung der Emissionen in der Europäischen Union beigetragen haben, waren private Haushalte und der Dienstleistungssektor. Der Verkehrssektor trug ebenfalls zur Verringerung der Emissionen bei, und das für das vierte Jahr in Folge. Die Emissionen im Rahmen des EU ETS sanken um 1,8 % im Jahr 2011. Weiter lesen



EU-Treibhausgasemissionen 2010 vermutlich gestiegen, langfristig jedoch weiterhin sinkende Tendenz

Trotz einem nach ersten Schätzungen der Europäischen Umweltagentur (EUA) beobachteten Anstieg des Ausstoßes von Treibhausgasen um 2,4 % im Jahr 2010 befindet sich die Europäische Union weiterhin auf dem besten Weg, die im Kyoto-Protokoll festgelegten Ziele zur Verringerung der Emissionen zu erreichen. Dem Anstieg 2010 ging 2009 ein Rückgang um 7 % voraus, der hauptsächlich auf die wirtschaftliche Rezession und die zunehmende Erzeugung von erneuerbarer Energie zurückzuführen war.

Viele unterschiedliche politische Maßnahmen haben aktiv zu der Senkung des Treibhausgasausstoßes beigetragen. Neben erneuerbaren Energien und Energieeffizienz haben Maßnahmen zur Verringerung der Wasserverschmutzung durch die Landwirtschaft ebenfalls zur Reduktion der Emissionen beigetragen. Das zeigt, dass wir durch eine systematischere Betrachtung der klimatischen Auswirkungen von verschiedenen Maßnahmen diese Entwicklung weiterführen können (Professor Jacqueline McGlade, Exekutivdirektorin der EUA).

Die jüngste Analyse der Treibhausgasentwicklungen in der EU wurde heute von der EUA in drei Berichten vorgestellt, die neben den Emissionswerten seit 1990 auch die Ziele der EU bei der Verringerung des Treibhausgasausstoßes bis 2020 und darüber hinaus beleuchten. Zudem behandeln sie die Fortschritte im Hinblick auf die Ziele des Kyoto-Protokolls, frühe Schätzungen für die Emissionswerte 2010 und eine Analyse der Emissionstreiber seit 1990. Insgesamt ging der Ausstoß in der EU seitdem um 15,5 % zurück.

Die EU-15-Emissionen lagen mit -10,7 % im Vergleich zum Basisjahr deutlich unter dem kollektiven Ziel einer Verringerung um 8 % für den Zeitraum 2008 bis 2012. Von den 15 EU-Mitgliedstaaten mit einer gemeinschaftlichen Verpflichtung im Rahmen des Kyoto-Protokolls (EU-15) hatten Ende 2010 Österreich, Italien und Luxemburg die dort festgelegten Ziele noch nicht erreicht.

Im Hinblick auf 2020 werden die EU-Mitgliedstaaten geplante Maßnahmen implementieren müssen, um die unilaterale Verpflichtung zu einer Senkung der Emissionen um 20 % einhalten zu können. Diese stellt eine Vorstufe zu den umfassenderen Emissionssenkungen dar, die langfristig erforderlich sind, um eine CO2-arme Wirtschaft aufzubauen.

„Viele unterschiedliche politische Maßnahmen haben aktiv zu der Senkung des Treibhausgasausstoßes beigetragen“, erklärt Professor Jacqueline McGlade, Exekutivdirektorin der EUA. „Neben erneuerbaren Energien und Energieeffizienz haben Maßnahmen zur Verringerung der Wasserverschmutzung durch die Landwirtschaft ebenfalls zur Reduktion der Emissionen beigetragen. Das zeigt, dass wir durch eine systematischere Betrachtung der klimatischen Auswirkungen von verschiedenen Maßnahmen diese Entwicklung weiterführen können.“ Weiter lesen



Weitermachen wie bisher ist keine Option für das Energiesystem

80 % der Treibhausgasemissionen in Europa kommen nach wie vor aus dem Energiesektor, warnt ein Bericht der Europäischen Umweltagentur, der heute veröffentlicht wurde. Der Sektor hat nach wie vor erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt, wenngleich die effizientere Erzeugung von Strom und Wärme, der gestiegene Anteil erneuerbarer Energiequellen und der Ersatz von Kohle und Öl durch Gas schrittweise dazu beitragen, die Emissionen von Treibhausgasen und Luftschadstoffen in Europa zu verringern.



Der Schritt hin zu einer kohlenstoffarmen Gesellschaft „geschieht nicht rasch genug, um die Zukunft der Umwelt zu sichern (Professor Jacqueline McGlade, Verwaltungsdirektorin der EUA)

80 % der Treibhausgasemissionen in Europa kommen nach wie vor aus dem Energiesektor, warnt ein Bericht der Europäischen Umweltagentur, der heute veröffentlicht wurde. Der Sektor hat nach wie vor erhebliche Auswirkungen auf die Umwelt, wenngleich die effizientere Erzeugung von Strom und Wärme, der gestiegene Anteil erneuerbarer Energiequellen und der Ersatz von Kohle und Öl durch Gas schrittweise dazu beitragen, die Emissionen von Treibhausgasen und Luftschadstoffen in Europa zu verringern. Weiter lesen



EU muss umgehend handeln, um Kyoto-Ziele zu erreichen

Alle Mitgliedstaaten müssen umgehend ernsthafte Anstrengungen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen unternehmen, wenn die EU-15 ihr gemeinschaftliches Kyoto-Ziel erreichen wollen, heißt es in einem neuen Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA).

In dem Bericht „Trends und Hochrechnungen in Bezug auf die Treibhausgasemissionen in Europa  2006en“ werden die historischen Daten für den Zeitraum zwischen 1990 und 2004 analysiert sowie die Hochrechnungen zu den Fortschritten europäischer Länder bei der Erreichung ihrer Emissionsziele im Hinblick auf das Jahr 2010 ausgewertet.

„Die Treibhausgasniveaus wären ohne die gegenwärtigen Anstrengungen zur Senkung von Emissionen noch viel höher. Allerdings unternehmen mehrere Länder innerhalb der EU-15 nicht genug und könnten so die gemeinsamen Bemühungen gefährden,“ betont Professor Jacqueline McGlade, die Exekutivdirektorin der EUA. 

Das Kyoto-Ziel der EU-15 sieht vor, die Treibhausgasemissionen bis 2012 um 8 % unter das Niveau von 1990 zu senken. Innerhalb dieses Gesamtziels hat jeder EU-15-Mitgliedstaat ein unterschiedliches Reduzierungsziel, welches auf verschiedene Art und Weise erreicht werden kann.

Dem Bericht zufolge können die Emissionen nur durch die Umsetzung aller bestehenden und geplanten innerstaatlichen Politiken und Maßnahmen sowie durch die Nutzung von Kyoto-Mechanismen und den Einsatz von Kohlenstoffsenken um das EU-15-Ziel von 8 % gesenkt werden. Allerdings beruht diese Prognose auf den Zahlen mehrerer Mitgliedstaaten, die andeuten, dass sie ihre Emissionen stärker senken werden, als zur Erreichung ihrer nationalen Ziele notwendig ist. Dies könne jedoch laut Bericht nicht als sicher angenommen werden.

Bis zum Jahr 2010, so der Bericht, werden die Treibhausgasemissionen in den EU-15 Ländern durch die bestehenden innerstaatlichen Politiken und Maßnahmen unter dem Strich um 0,6 % unter das Niveau von 1990 gesenkt. Mit zusätzlichen (geplanten, jedoch noch nicht umgesetzten) innerstaatlichen Politiken und Maßnahmen könnten die Emissionen der EU-15 um weitere 4 % reduziert werden.

Infolge der erwarteten Nutzung von Kyoto-Mechanismen durch zehn der EU-15 werden die Emissionen um weitere 2,6 % gesenkt, mit damit verbundenen Kosten von 2,830 Mio. EUR. Die Nutzung von Kohlenstoffsenken, zum Beispiel durch die Anpflanzung von Wäldern zur Beseitigung von Kohlendioxid, würde die Emissionen um weitere 0,8 % reduzieren. Weiter lesen